
Nach der nächsten "galaktischen" Monsterleistung lag die ganze Fußball-Welt Lionel Messi zu Füßen - doch die wohl schönste Nachricht erhielt der Ausnahmekönner von seiner Frau. "Was für ein Privileg mitzuerleben, wie du immer wieder Geschichte schreibst. Ich liebe dich", schrieb Antonela Roccuzzo bei Instagram und postete dazu ein Bild von sich, Arm in Arm mit den drei gemeinsamen Söhnen. Natürlich alle im Messi-Trikot, so wie fast alle ausgelassen feiernden argentinischen Fans im Dallas-Stadion und später auf den Straßen und in den Bars der texanischen Metropole.
Die Messi-Mania erreicht nach dem historischen Doppelpack beim 2:0 (1:0) gegen Österreich eine neue Dimension. Auch angesichts der ganzen Aufmerksamkeit, die auf ihn einprasselt, fühlte sich der glückliche Argentinier kurz vor seinem 39. Geburtstag am Mittwoch aber auch erschöpft. "Ich kann mich gerade nicht daran erinnern, ich bin müde, habe wenig Energie und es fällt mir schwer, klar zu denken", antwortete Messi auf die Frage, welches seiner nun 18 WM-Tore sein liebstes sei.
Entthronter Klose gratuliert: "Glückwunsch, Champion!"
Auf dem Spielfeld war er aber hellwach - außer beim verschossenen Elfmeter (9. Minute). "Messi hat gezeigt, dass er ein Mensch ist", schrieb die argentinische Zeitung "Diario Popular" über das Missgeschick. Danach war seine Leistung aber wieder fast außerirdisch.
Selbst Miroslav Klose, der vom Superstar als bester WM-Torschütze abgelöst wurde, konnte sich dessen Magie nicht entziehen. "Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!", sagte der deutsche Ex-Weltmeister.
Messi schrieb mit seinen WM-Toren 17 und 18 (38., 90.+5) wieder einmal Geschichte - doch nicht nur damit: Er hat auch die meisten Spiele (28), Siege (18) und Spielminuten (über 2.400) bei Weltmeisterschaften auf dem Konto. Guinness World Records veröffentliche dazu extra einen eigenen X-Post und schrieb: "Wir wurden Zeugen eines historischen Ereignisses."
Auch Shakira feiert mit
So fühlten sich nahezu alle, die knapp eine Woche nach der Hattrick-Show gegen Algerien im Stadion die nächste unfassbare Gala des Ausnahmekönners miterleben durften. Auch der südamerikanische Popstar Shakira war auf der Tribüne begeistert. "So stolz auf dich, Leo, und auf alles, was du für deine Familie, dein Land und alle Latinos erreichst!!!", schrieb Shakira bei Instagram: "Dein Engagement und deine Hingabe sind ein Vorbild für viele."
"Wenn es ums Schwärmen geht, ist es galaktisch", sagte Ex-Nationalspieler Thomas Müller bei MagentaTV. Er betonte aber auch: "Die Dinge, die Leo macht, die sind nicht immer nur magisch, die sind einfach, clean, vorausschauend." Messi sei eigentlich sogar "relativ berechenbar", erklärte Müller: "Wenn er am Ball ist, dann brennt’s."
Messis "unzähmbarer linker Fuß"
Auch die Mitspieler sind große Bewunderer des Kapitäns. Lisandro Martinez meinte: "Ich bin sprachlos. Es berührt mich zutiefst, dass er Argentinier ist. Wir müssen ihn wertschätzen."
Das tut das Land des dreimaligen Weltmeisters. "Lionel Messi, jedes Mal noch ein bisschen mehr Legende", schrieb die Zeitung "Clarín". Der argentinische Verband schrieb bei X zu einem Messi-Foto: "Ein unbezähmbarer linker Fuß und der ungebrochene Traum eines ganzen Landes." Der Superstar sei "immer noch hungrig nach Ruhm".
Torrekord 40 Jahre nach Maradonas monumentalem WM-Auftritt
Durch den vorzeitigen Einzug des Titelverteidigers in die K.o.-Runde hat Messi bei seiner sechsten und letzten WM noch mindestens zwei Spiele, um seine Rekorde auszubauen. Und gegen den letzten Gruppengegner Jordanien am kommenden Sonntag (4 Uhr MESZ) erhoffen sich die Fans nicht weniger als die nächste Messi-Show. Der hielt sich mit Versprechungen aber zurück: "Der Sieg war sehr wichtig, er verschafft uns Ruhe."
Die spanische Zeitung "Marca" sah darin auch eine "unbewusste Hommage" an Diego Maradona, denn Messis Torrekord fiel auf den Tag genau 40 Jahre nach Maradonas legendären Viertelfinal-Auftritt bei der WM 1986 gegen England. Argentiniens verstorbenes Idol hatte damals mit einem Handtor ("Hand Gottes") und einem Supersolo für zwei der prägendsten WM-Momente der Geschichte gesorgt.
Rekordtor in persönlich schwierigen Zeiten
Messi ist aber längst aus Maradonas Schatten herausgetreten. Persönlich macht der Superstar aktuell keine einfache Zeit durch. Sein Vater Jorge hat große gesundheitliche Probleme, in einer Sendung des argentinischen Streamingdienstes Luzu TV war der 68-Jährige sogar fälschlicherweise schon für tot erklärt worden. Darauf wollte Messi aber nach dem Österreich-Spiel nicht eingehen.
Österreichs Abwehrchef David Alaba hatte im Spiel zwei weitere Messi-Tore verhindert, als er ihm zuerst den Ball vom Fuß spitzelte (19.) und dann einen gefährlichen Schuss blockte (32.). Doch dann konnte nichts und niemand Messi stoppen. Auch Taktik-Fuchs Ralf Rangnick fand kein Mittel. Man habe schon vorher gewusst, "dass Lionel Messi der beste Spieler ist, den es jemals gegeben hat", sagte Österreichs Nationalcoach, "und das hat er heute wieder eindrucksvoll bewiesen".
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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