
Nach Ausschreitungen in Göttingen, bei denen auch ein Polizist angeschossen wurde, hat die Polizei 49 Verdächtige ermittelt. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, wie die Beamten mitteilten. Als Reaktion auf die Auseinandersetzungen wurde den Angaben nach auch die Polizeipräsenz im Stadtgebiet verstärkt.
Vor rund anderthalb Wochen war es am Rand der Göttinger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien gekommen. Dabei soll ein 16-Jähriger mit einer Pistole geschossen und so einen 26 Jahre alten Polizisten lebensbedrohlich verletzt haben. Der Polizist schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr und ist nach Polizeiangaben auf einem guten gesundheitlichen Weg. Der 16-Jährige stellte sich einige Tage später und sitzt nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird unter anderem wegen versuchten Totschlags ermittelt.
Polizei regt auch Abschiebungen an
Die genauen Tathintergründe sind weiter unklar. Die Polizei ordnet die beiden Großfamilien eigenen Angaben nach dem Phänomenbereich der Clankriminalität zu. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert.
Im Nachgang an die Vorkommnisse hat die Polizei auch 16 Aufenthaltsverbote für das Stadtgebiet Göttingen ausgesprochen. Auch Abschiebungen habe die Polizei bei den zuständigen Behörden angeregt. Die weitere Auswertung von Videosequenzen dauert demnach an. Auch Hinweise würden weiter über das Hinweisportal des Landeskriminalamtes entgegengenommen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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