
Die Zahl der Beratungen am bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat 2025 erneut einen Höchststand erreicht. Die Hotline wurde im vergangenen Jahr über 69.500 Mal für eine Beratung kontaktiert, wie das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitteilte. Das entspreche durchschnittlich 190 Beratungen pro Tag.
Wie aus dem parallel veröffentlichten Jahresbericht zum Hilfetelefon hervorgeht, waren die häufigsten Anlässe für die Kontaktaufnahme häusliche (32.186 Fälle) und sexualisierte Gewalt (6.435). Dahinter lagen Beratungen wegen psychischer (3.561) und physischer Gewalt (2.604) und Stalking (2.439).
Im Jahr davor hatte die Beratungsstelle rund 61.200 Kontakte registriert, was bereits eine Verdreifachung der Zahl der Beratungen seit Einrichtung des Angebots 2013 war.
Thema rückt mehr in die Öffentlichkeit
Zu möglichen Gründen für den Anstieg werden verschiedene Faktoren angeführt. Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit des Hilfetelefons zeige Wirkung. Das Angebot sei zunehmend bekannter und präsenter in der öffentlichen Wahrnehmung und erreiche verstärkt die Zielgruppen. Auch würden KI-Tools zunehmend genutzt und verwiesen bei Fragen zu geschlechtsspezifischer Gewalt auf das Hilfetelefon als Erstanlaufstelle.
Das Hilfetelefon wurde vor 13 Jahren eingerichtet. Die Nummer 116 016 ist europaweit rund um die Uhr erreichbar. Rund 100 Beraterinnen helfen von Gewalt betroffenen Frauen kostenlos, anonym und vertraulich, auch in anderen Sprachen. Neben der Unterstützung in akuten Krisensituationen vermittelt die Hotline betroffene Frauen und Mädchen auch an örtliche Beratungsstellen und an Frauenhäuser.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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