
- Der frühere griechische Nationalspieler Paraskevas Antzas ist an ALS gestorben
- Seinem Club Olympiakos Piräus blieb Antzas viele Jahre als Innenverteidiger treu
- Fans und Verein reagierten erschüttert auf seinen Tod und würdigten ihn als großen Spieler
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Der griechische Fußball trauert um einen seiner erfolgreichsten Verteidiger: Wie sein langjähriger Club Olympiakos Piräus mitteilte, starb Paraskevas Antzas am Montag im Alter von nur 49 Jahren. Der frühere Nationalspieler erlag der unheilbaren Nervenkrankheit ALS. Der Defensivspezialist wurde gemeinsam mit Olympiakos mehrfacher Meister, für die griechische Nationalmannschaft spielte er insgesamt 26 Mal.
Sieben Meistertitel mit dem griechischen Rekordmeister
Antzas prägte eine der erfolgreichsten Epochen in der Geschichte von Olympiakos Piräus. Nach Stationen bei Pandramaikos und Xanthi wechselte er 1998 zum Traditionsverein aus Piräus, wo er zur Stammkraft in der Abwehrzentrale aufstieg.
In seiner Zeit beim griechischen Rekordmeister sammelte der Innenverteidiger insgesamt sieben Meistertitel sowie drei Pokalsiege in den Jahren 1999, 2008 und 2009. Hinzu kam der Gewinn des griechischen Supercups 2007. Als feste Größe in der Innenverteidigung war Antzas regelmäßig in der Champions League im Einsatz.
Verpasster EM-Triumph 2004
Ab 1999 vertrat Antzas sein Heimatland in insgesamt 26 Länderspielen. Sein einziges großes Turnier erlebte er bei der Europameisterschaft 2008, wo Griechenland allerdings bereits nach der Gruppenphase ausschied. Eine bittere Ironie seiner Karriere: Obwohl Antzas in der Qualifikation für die EM 2004 zum Einsatz kam, gehörte er nicht zum Kader des Sensationsteams unter Trainer Otto Rehhagel. Die griechische Nationalmannschaft schrieb damals Fußballgeschichte und holte völlig überraschend den Europameistertitel.
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"Mit tiefer Trauer und Schmerz nimmt die Olympiakos-Familie Abschied von Paraskevas Antzas", teilte sein Club Olympiakos Piräus auf Instagram mit. "Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie und seinen Angehörigen." Die Fans reagierten erschüttert auf die Nachricht:
- "Anzas, du großartiger Mensch! Wir sind mit ihm aufgewachsen ... Möge die Erde, die ihn bedeckt, ihm leicht sein", kommentierte ein Nutzer.
- "Ein großartiger Spieler und ein echter Olympiasieger ... schade, dass er so jung ist!!", so ein weiterer User.
- "Paraskeva, wir werden dich nie vergessen", so ein anderer Fan.
- "Wir werden dich für immer in Erinnerung behalten, du großartiger Spieler", so ein Anhänger in den Kommentaren.
Die tückische Krankheit ALS
Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, ist eine schwere Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark fortschreitend absterben. Dabei sind laut der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM e.V.) vor allem die sogenannten Motoneuronen betroffen. Diese Nervenzellen steuern die willkürlichen Bewegungen der Muskulatur. Durch das Absterben dieser Nervenzellen verlieren die Muskeln nach und nach ihre Funktion.
Die Folge sind Muskelschwäche, Muskelabbau, Lähmungen sowie Probleme beim Sprechen, Schlucken und Atmen. Die genaue Ursache von ALS ist bis heute nicht vollständig geklärt. In etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle handelt es sich um eine erbliche Form, die Mehrheit der Erkrankungen tritt jedoch sporadisch auf.Die Krankheit gilt bis heute als unheilbar.
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