
- Deutschland könnte am Montag erstmals im Juni die 40-Grad-Marke knacken
- Der DWD warnt vor extremer Wärmebelastung in weiten Teilen des Südwestens
- Nach der Gluthitze drohen Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
Deutschland steht vor einem möglichen Temperaturrekord. Im Südwesten des Landes könnte das Quecksilber am Montag (22.06.2026) bis auf 40 Grad klettern. Der bisherige deutsche Juni-Höchstwert liegt bei 39,6 Grad aus dem Jahr 2019. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die südwestliche Landeshälfte eine Warnung vor starker, teilweise sogar extremer Wärmebelastung herausgegeben. Besonders betroffen sind der Oberrhein, das Saarland, das Rhein-Main-Gebiet sowie Unterfranken. "Der Montag ist der erste ernsthafte Kandidat für die 40-Grad-Marke und das Wackeln des Juni-Rekords", erklärt Wetterexperte Dominik Jung gegenüber "Bild". Die Entscheidung falle am Oberrhein und im Südwesten. Während im Südwesten extreme Hitze herrscht, bleiben die Temperaturen im Norden mit 24 bis 30 Grad deutlich moderater.
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Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern
Doch die Hitze bringt auch Gefahren mit sich. Ab den Nachmittagsstunden rechnet der DWD mit kräftigen Gewittern, die sich von den zentralen Mittelgebirgen bis in die Südhälfte Deutschlands ausbreiten können. Dabei sind Starkregen mit mehr als 15 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleiner Hagel sowie steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern möglich. Örtlich besteht sogar Unwettergefahr: Intensivere Niederschläge von über 25 Litern pro Quadratmeter, größerer Hagel mit etwa drei Zentimetern Durchmesser sowie schwere Sturmböen können auftreten. Besonders gefährdet sind laut Meteorologen das Bergland und die Vorderkante der Hitzezone. Betroffen sind Regionen von Nordrhein-Westfalen über Hessen, Thüringen und Sachsen bis nach Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. In der Nacht sollen die Gewitter rasch abklingen.
Hitzeglocke über Deutschland: Vorerst keine Abkühlung in Sicht
Die extreme Hitze wird Deutschland auch in den kommenden Tagen nicht loslassen. Laut DWD dehnt sich die Wärmebelastung zur Wochenmitte wieder auf Norddeutschland aus. Am Mittwoch (24.06.206) werden im Norden 27 bis 33 Grad erwartet, während im Rest des Landes 32 bis 39 Grad erreicht werden können. Auch am kommenden Wochenende zeigen die Wettermodelle erneut Temperaturen von bis zu 40 Grad entlang des Oberrheins. Eine spürbare Abkühlung liefern die Prognosen frühestens ab dem übernächsten Wochenende.
Zur Hitze gesellt sich ein weiteres Problem: Abseits der Gewitter ist kaum nennenswerter Niederschlag zu erwarten. "Die Hitze bekommt damit eine Dürre-Komponente", warnt Meteorologe Jung. Von Wochenbeginn bis in den Juli hinein bleibt es weitgehend trocken. Ab der Wochenmitte setzt sich zwar trockenere Luft durch, wodurch die Schwüle nachlässt – die hohen Temperaturen bleiben jedoch bestehen.
Tropische Nächte belasten Gesundheit
Die Hitze macht auch vor der Nacht nicht halt. Im Rhein-Main-Gebiet und anderen Regionen der Südwesthälfte sinken die Temperaturen nicht unter 20 Grad – sogenannte tropische Nächte erschweren die Erholung. Auch in Großbritannien rechnet der Wetterdienst mit Nächten, in denen das Thermometer nicht unter diese Marke fällt.
Experten schlagen Alarm: "Die Politik muss dringend Schutzmaßnahmen für ältere und kranke Menschen ergreifen. Das wird ein großes Thema", mahnt Wetterexperte Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Auf Mallorca brach am Samstag ein 57-jähriger deutscher Urlauber beim Stadtbummel in Palma zusammen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
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