
- Kult-Regisseur James "Jimmy" Burrows im Alter von 85 Jahren gestorben
- Mit Serienhits wie "Friends", "Cheers" und "Will & Grace" hat er Fernsehgeschichte geschrieben
- Emmy-prämierter TV-Macher inszenierte mehr als 1.000 Episoden
- Familie verabschiedet sich von Burrows und würdigt sein außergewöhnliches Vermächtnis
Die amerikanische Fernsehbranche hat einen ihrer bedeutendsten Regisseure verloren: James Burrows verstarb am Freitag im Alter von 85 Jahren. Nach Angaben seiner Familie gegenüber dem US-Magazin "People" schlief er friedlich im Beisein seiner Angehörigen ein.
James 'Jimmy' Burrows tot - Kult-Regisseur im Alter von 85 Jahren verstorben
"Wir feiern das außergewöhnliche Leben und das bleibende Vermächtnis von James 'Jimmy' Burrows", erklärte die Familie in ihrer Stellungnahme. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg gestaltete der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor das Genre der Sitcom wie kaum ein anderer. Mit Kultserien wie "Cheers", "Friends", "Frasier" und "Will & Grace" schrieb er Fernsehgeschichte. Insgesamt stand er bei über 1.000 Episoden hinter der Kamera und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein Schaffen.
Über 1.000 Episoden und legendäre Serien
Den Grundstein für seine außergewöhnliche Laufbahn legte Burrows Ende der 1970er Jahre mit der Serie "Taxi". Für diese Produktion erhielt er 1980 und 1981 jeweils den Emmy für herausragende Regiearbeit. Gemeinsam mit Glen und Les Charles entwickelte er anschließend die Bar-Sitcom "Cheers" für den Sender NBC, bei der er nahezu sämtliche Folgen inszenierte.
Auch bei "Friends" übernahm er eine Schlüsselrolle und drehte die Pilotfolge der Serie. In seinen Memoiren beschrieb er später, dass er sich sofort in die sechs Hauptcharaktere verliebt habe. Bei "Will & Grace" führte er während der ursprünglichen Ausstrahlung von 1998 bis 2006 bei allen 188 Episoden Regie. Darüber hinaus arbeitete er an Produktionen wie "Frasier", "The Big Bang Theory", "Two and a Half Men" und "2 Broke Girls".
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Elf Emmys und ein Platz in der Hall of Fame - so schrieb Burrows Fernsehgeschichte
Für seine herausragende Arbeit wurde Burrows im Laufe seiner Karriere insgesamt 47 Mal für einen Emmy nominiert. Die begehrte Trophäe konnte er elf Mal mit nach Hause nehmen. Zusätzlich erhielt er vier Auszeichnungen der Directors Guild of America, für die er rekordverdächtige 21 Mal nominiert war.
Im Jahr 2006 erfolgte die Aufnahme in die Television Hall of Fame – eine der höchsten Ehrungen der Branche. Acht Jahre später, Ende 2014, wurde ihm der erste DGA Lifetime Achievement Award in Television Direction verliehen. Diese Auszeichnung würdigte sein lebenslanges Wirken als Regisseur im Fernsehbereich. NBC ehrte ihn 2016 zudem mit einer zweistündigen Sondersendung, an der zahlreiche Stars seiner Produktionen teilnahmen.
Sohn eines Broadway-Autors mit besonderer Gabe
James Burrows kam 1940 in Los Angeles zur Welt. Sein Vater Abe Burrows hatte sich bereits als erfolgreicher Autor und Komponist am Broadway einen Namen gemacht. Nach dem Studium an der renommierten Yale School of Drama sammelte der junge Burrows zunächst Erfahrungen am Theater, bevor er Mitte der 1970er Jahre ins Fernsehen wechselte.
In Hollywood genoss er einen hervorragenden Ruf als Förderer aufstrebender Schauspieler. Besonders die Darsteller von "Friends" profitierten von seiner Expertise. Seine Familie würdigte ihn als Menschen, der jeden Kollegen respektvoll behandelte. "Er verstand, dass große Comedy nie nur aus Lachen besteht. Sie handelt von Menschlichkeit, Verbundenheit und Wahrheit", schrieb die Familie. Burrows hinterlässt seine Ehefrau Debbie, vier Töchter und sieben Enkelkinder.
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