
- Michael Wolff beschreibt Treffen mit Jeffrey Epstein
- Epstein soll gelassen und teils ironisch über Vorwürfe gesprochen haben
- Umstrittene Einigung mit Behörden bleibt weiter im Fokus
Mehr News rund um den Epstein-Fall finden Sie am Ende des Textes.
Neue Schilderungen des Bestsellerautors Michael Wolff sorgen für Aufsehen. In einem aktuellen Beitrag beschreibt er Begegnungen mit Jeffrey Epstein und zeichnet dabei das Bild eines Mannes, der trotz schwerster Vorwürfe erstaunlich unbeeindruckt gewirkt haben soll.
Wie ging Epstein selbst mit den Vorwürfen um?
Im Zentrum der neuen Veröffentlichung steht die Frage, wie Epstein selbst auf die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen reagierte. Laut Wolff habe der damalige Finanzier die Ermittlungen zwischen 2006 und 2008 mit bemerkenswerter Gleichgültigkeit betrachtet. Die Vorwürfe standen bereits damals im Raum, nachdem ein minderjähriges Mädchen angab, in Epsteins Villa in Florida sexuell missbraucht worden zu sein. Die Ermittlungen weiteten sich in der Folge deutlich aus.
Welche Eindrücke schildert Michael Wolff aus seinen Treffen?
Der Autor beschreibt in seiner Kolumne für den Substack-Blog "HOWL" mehrere persönliche Treffen mit Epstein. Dabei habe dieser laut Wolff auffallend gelassen und fast heiter gewirkt.
Epstein sei demnach sachlich geblieben und habe sogar ironisch über seine Situation gesprochen. Wolff zitiert ihn unter anderem mit der Bemerkung:
- "Mir ginge es viel besser, wenn das eine schwule Sache wäre."
Gleichzeitig habe Epstein laut Wolff die juristische Lage detailliert analysiert und die beteiligten Akteure wie in einem strategischen Spiel eingeordnet. Er habe sich selbst als eine Art Planer seiner Verteidigung gesehen und die Situation kühl beschrieben.
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Welche Haltung hat Epstein zu den Vorwürfen eingenommen?
Besonders brisant sind Wolffs Schilderungen über Epsteins angebliche Darstellung der Anschuldigungen selbst. Demnach habe der Finanzier versucht, die Vorwürfe in eine für ihn günstigere Erzählung zu lenken. Er habe laut Wolff unter anderem behauptet, bestimmte sexuelle Handlungen seien anders zu bewerten als die ihm vorgeworfenen Taten. Diese Aussagen seien Teil einer Strategie gewesen, die rechtliche Situation zu kontrollieren.
Wolff beschreibt Epstein zudem als jemanden, der sich lange Zeit sicher gewesen sei, dass die Angelegenheit letztlich geregelt werden könne.
Wie verlief das Verfahren gegen Epstein damals?
Die Ermittlungen gegen Epstein führten 2008 zu einer umstrittenen Einigung mit den Behörden in Florida. Diese Vereinbarung ermöglichte es ihm, einer deutlich härteren Bundesstrafe zu entgehen. Obwohl umfangreiche Hinweise auf Missbrauch und mutmaßlichen Menschenhandel vorlagen, erhielt Epstein eine vergleichsweise milde Strafe. Ein Großteil dieser Zeit konnte er zudem im Rahmen eines Freigangsprogramms verbringen.
Welche Rolle spielt Michael Wolff selbst in der Debatte?
Michael Wolff steht selbst in der Kritik, da er über längere Zeit Kontakt zu Epstein hatte und diesen für seine Recherchen nutzte. In seinem aktuellen Text betont er, dass er aus persönlicher Beobachtung berichten wolle. Er beschreibt seine Motivation damit, dass er verstehen wollte, wie jemand mit derartigen Vorwürfen umgeht. Gleichzeitig arbeitet er derzeit an einer Serie, in der er seine Begegnungen mit Epstein weiter aufarbeitet.
Mehr News rund um den Epstein-Fall finden Sie hier:
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