
UN-Generalsekretär António Guterres warnt mit Blick auf das sich gerade entwickelnde Klimaphänomen El Niño vor einem klimamäßig heißen Spätsommer und Herbst. "Während wir mit Krieg und Instabilität ringen, verschärft sich eine weitere Krise – eine Krise, die keine Grenzen kennt und weltweit Leben und Existenzgrundlagen zerstört", sagte Guterres in New York.
Die Weltwetterorganisation (WMO) rechnet nach den ersten Anzeichen nun mit einem starken El Niño. Zusammen mit den ohnehin schon warmen Ozeanen und anderen Klimaphänomenen im Indischen Ozean werde dies das Klima in der zweiten Jahreshälfte weltweit bestimmen, so die Experten. Die Anomalien dürften im November ihren Höhepunkt erreichen, so die WMO.
Der Sommer mit "rekordverdächtigen Hitzewellen" und "apokalyptischen Waldbränden" sei nur ein Vorgeschmack gewesen, so Guterres. "El Niño verstärkt sich – und heizt die ohnehin schon angespannte Lage auf unserem Planeten weiter an." Guterres kritisierte gleichzeitig ein teilweises Schweigen zu den Gründen: "Wir hören viel über Rekordhitze, Dürren und Waldbrände – aber nicht genug über die eigentliche Ursache dieser Ereignisse: die sich beschleunigende Klimakrise, die durch fossile Brennstoffe angetrieben wird."
Heißestes Jahr 2024 könnte übertroffen werden
Ein El Niño taucht natürlich alle zwei bis sieben Jahre auf. Dabei erwärmt sich die Oberflächentemperatur im zentralen und östlichen Pazifik nahe dem Äquator und verändert Wind- und Meeresströmungen. Die direkten Folgen sind in Europa mäßig, aber je weiter nach Süden, desto stärker zu spüren.
Populärwissenschaftlich ist auch von einem "Super-El-Niño" die Rede. Die WMO verwendet diesen Begriff nicht. Sie klassifiziert das Phänomen als schwach, mäßig, stark oder sehr stark. Zurzeit liegt ihre Prognose auf dem zweithöchsten Niveau, "stark".
Weil die größten Auswirkungen erst gegen Ende eines Kalenderjahres zu spüren sind, bricht häufig erst das darauffolgende Jahr Rekorde. So war es 2024, dem bislang heißesten Jahr. Die globale Durchschnittstemperatur lag 1,55 Grad über dem langjährigen Durchschnitt, bevor die menschengemachte Erwärmung mit der industriellen Revolution begann. Vorausgegangen war 2023 ein El Niño.
Höhere Temperaturen auf allen Kontinenten
Der El Niño 2026 werde nach den neuesten Klimamodellen "mit überwältigender Wahrscheinlichkeit" auf fast allen Kontinenten für überdurchschnittliche Temperaturen sorgen, so die WMO. Sie nennt vor allem Afrika, Südeuropa, die Arabische Halbinsel, den indischen Subkontinent, Ostasien, Mittelamerika, die Karibik, das südliche Afrika sowie weite Teile Südamerikas, Australiens und Neuseelands.
Überdurchschnittlich viel Regen sei im Großraum Horn von Afrika, in Teilen Zentralasiens, in Südeuropa, im westlichen Nordamerika sowie im Südosten Südamerikas zu erwarten. Dagegen werde es auf dem indischen Subkontinent, im Süden und Osten Australiens, im südlichen Mittelamerika und in Teilen der Karibik, im Nordwesten Südamerikas sowie in Nordeuropa eher trockener als im langjährigen Durchschnitt.
Die WMO veröffentlicht ihre nächste Einschätzung zur Stärke des El Niño Anfang September.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
WTA Tennis in Paris Liveticker: Victoria Mboko gegen Katerina Siniakova28.05.2026 - 2
NBA Finals Liveticker: Los Angeles Lakers vs. Oklahoma City Thunder der Ticker mit allen Punkten10.05.2026 - 3
Fußball News: Pokal verloren, Trainer gewonnen - Chelseas Coup mit Alonso17.05.2026 - 4
Fußball WM 2026: Diskussion über WM-Boykott? Das sagen die Fußball-Bosse26.01.2026 - 5
Fußball News: Tedesco: Rausschmiss nach Gespräch über Vertragsverlängerung28.04.2026
Ähnliche Artikel
NFL 2026: Tennessee Titans 15:24 Chicago Bears31.08.2026
Technoparty: Nach Schüssen: Deutsche unter Verletzten des Schweizer Raves31.08.2026
FC Schalke 04: Statistik, News, Ergebnisse und nächste Gegner in der Bundesliga31.08.2026
SC Paderborn 07: Ergebnisse in der Bundesliga und News im Überblick31.08.2026
SV 07 Elversberg: Statistik, News, Ergebnisse und nächste Gegner in der Bundesliga31.08.2026
Fußball News: Deutscher Mittelstürmer schießt Monaco an die Tabellenspitze31.08.2026
Unglück: Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen - Acht Tote30.08.2026
Dortmund: Ittlinger/van de Velde und Ehlers/Wüst holen Meistertitel30.08.2026
Großeinsatz in der Schweiz: Schüsse bei Rave-Event: Spuren von mindestens zwei Waffen30.08.2026
Norwegischer Monarch: König Harald wird am 9. September beigesetzt30.08.2026
Großeinsatz in der Schweiz: Nach Schüssen bei Rave-Event: Täter noch nicht identifiziert30.08.2026
Weltmeisterschaft: Deutsche Hockey-Herren verteidigen WM-Titel30.08.2026
Hamburger SV News: Schock nach Startsieg: Kreuzbandriss bei neuem BVB-Star30.08.2026
Vuelta a España 2026: Nach Pogacar-Aus: Mas baut Führung mit Etappensieg aus30.08.2026
Hamburger SV News: Kreuzbandriss: Konstantelias fehlt Dortmund monatelang30.08.2026
Großeinsatz in der Schweiz: Außenministerium: Todesopfer in der Schweiz ist Italienerin30.08.2026
Basketball: WM-Ticket fast sicher: Schröder-Team mit Zittersieg in Polen30.08.2026
Tennis News: Zwei deutsche Profis bei US Open im Einsatz30.08.2026
Hitze und Trockenheit: Wetterdienst stellt Sommer-Bilanz vor30.08.2026
Sternschnuppen, Herbstmond und XXL-Asteroiden: Diese Himmelsspektakel erwarten uns im September 202630.08.2026



















