
Philipp Raimund und Felix Hoffmann sind auf der Olympia-Schanze schon richtig gut gesprungen, Andreas Wellinger hat "Blut geleckt": Nach dem misslungenen Olympia-Auftakt der deutschen Skispringerinnen wollen es ihre Kollegen am Montag besser machen und bei der Siegerehrung jubeln. "Alles ab Platz vier interessiert sowieso keinen mehr", sagt Wellinger. "Deswegen: Volles Risiko drauflos und dann schauen wir, was rauskommt."
Für den 30-Jährigen, der sich vor acht Jahren auf der Normalschanze von Pyeongchang zum Olympiasieger krönte, könnten die dritten seine letzten Winterspiele werden. Für Raimund und Hoffmann sind es in Italien die ersten.
Raimund, Hoffmann und die neue Rolle
"Ich habe richtig Lust", sagt Raimund. Er erfüllt sich in Predazzo einen "Kindheitstraum". Der 25-Jährige, der mit seiner offenen Art das internationale Sportfest auch abseits des Wettkampfes genießen will, ist in dieser Saison der konstanteste Springer aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher. Raimund und Hoffmann sprangen jeweils bereits mehrfach auf das Podest.
Sie sind aus dem Schatten der deutschen Leistungsträger der letzten Jahre wie Wellinger, Karl Geiger oder Markus Eisenbichler herausgetreten. Raimund und Hoffmann sind nun diejenigen, die im Rampenlicht stehen und bei Interviews gefragt sind. Eine Position, an die sich vor allem der introvertierte Hoffmann erst gewöhnen musste.
"Sie sind gewachsen in ihrer neuen Rolle", sagt Horngacher der Deutschen Presse-Agentur. "Sie haben definitiv etwas vor." Der 56-Jährige, der nach dieser Saison aus seinem Amt scheidet, sagt zudem: "Es steht eigentlich nichts im Wege, dass wir eine Medaille gewinnen können."
Erstes gutes Training
Im ersten Training auf der umgebauten Schanze zeigten Hoffmann und Raimund mit starken Sprüngen bereits, dass mit ihnen zu rechnen ist. In drei Durchgängen belegte Hoffmann die Plätze drei, eins und zwei. Auch für Raimund war ein zweiter Platz dabei.
Wellinger: "Die Zahnräder greifen wieder ineinander"
Dass bei der Mission Edelmetall plötzlich auch Wellinger eine Rolle spielen könnte, war lange nicht abzusehen. Der Routinier erlebt eine ganz schwierige Saison. Wellinger schied im Weltcup schon in der Qualifikation aus und verpasste zweite Durchgänge. Bei der Olympia-Generalprobe in Willingen ließ er dann plötzlich mit Platz sechs und acht aufhorchen.
"Er ist schon ein Stück weit ausgewechselt. Er hat Blut geleckt", sagt Sportdirektor Horst Hüttel. Wellinger selbst spricht von einem "Kampf, der mich in den letzten Monaten viel Energie gekostet hat". Lange suchte er nach seinem Fluggefühl. Gerade rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt scheint er es wiedergefunden zu haben.
"Das Wichtigste ist für mich, dass ich weiß: Körper, Ski mit der Luft - das wird wieder eins", erklärt er. "Die Zahnräder greifen wieder ineinander. Es wird wieder leichter. Ich habe wieder viel mehr das Gefühl, dass ich in der Luft das Schweben anfange."
Prevc ist der große Favorit
Topfavorit ist Wellinger natürlich trotzdem nicht. Alles andere als ein Olympiasieg von Weltcup-Dominator und Vierschanzentourneesieger Domen Prevc wäre eine Überraschung. Gerade auf der Normalschanze, auf der am Montag die ersten Medaillen an die Springer vergeben werden (19.00 Uhr/ARD und Eurosport), sind die Wettkämpfe aber oft sehr spannend und eng. Das will auch die deutsche Mannschaft nutzen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Sport":
- Olympia im TV: Nächste Sendetermine im Überblick
- Fit für Olympia: Das muss man zu den Winterspielen wissen
- Olympia 2026: Rodel-Ikone Georg Hackl nach Sturz in der Klinik
- Olympia 2026: Rom geht nach Schäden an Italiens Bahnnetz von Sabotage aus
- Olympia 2026: Draisaitl offen für Karriereende bei Kölner Haien
- Tennis News: Zverev als Schlüssel für "Ü30-Verein" im Davis Cup
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Hamburger SV News: HSV: Entscheidung über Spiel gegen Gladbach zeitnah14.01.2026 - 2
Fußball News: Iran will Pride-Spiel bei WM unbedingt verhindern25.12.2025 - 3
Wetter in Rheinland-Pfalz: Ozon-Grenzwert im Raum Speyer überschritten22.06.2026 - 4
Meghan Markle: Schlag ins Gesicht - Herzensprojekt stillschweigend dicht gemacht20.02.2026 - 5
TSG 1899 Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen im Live-Stream und TV: Wohin gehen am 17.01.2026 die Punkte bei TSG gegen Bayer?14.01.2026
Ähnliche Artikel
Portugal - Kroatien bei WM 2026: Enge Partie - Portugal siegt03.07.2026
Wimbledon: Alexander Bublik bezwingt Kyrian Jacquet03.07.2026
Wimbledon: Jakub Mensik verliert gegen Grigor Dimitrov03.07.2026
Wimbledon: Patrick Kypson verliert gegen Taylor Fritz03.07.2026
Wimbledon: Matteo Berrettini bezwingt Arthur Fils03.07.2026
Wimbledon: Flavio Cobolli überwältigt James Duckworth03.07.2026
Wimbledon: Alexander Zverev siegt gegen Valentin Royer03.07.2026
Fußball-WM: Nach WM-Aus: Alaba lässt Zukunft in Nationalmannschaft offen03.07.2026
Polizei: Polizist schießt bei Einsatz – Mann in kritischem Zustand03.07.2026
Hitzewelle: Temperatur in New Yorker Central Park klettert auf 14-Jahres-Hoch03.07.2026
Fußball-WM: Rassismus? Belgiens Trainer erklärt sich nach WM-Interview02.07.2026
Fußball-WM: Ägypten bangt um Salahs Startelf-Einsatz gegen Australien02.07.2026
Fußball-WM: Wieder ohne Gegentor: Spaniens Simon knackt ewigen WM-Rekord02.07.2026
Spanien - Österreich bei WM 2026: Oyarzabal und Porro treffen für Spanien (3 - 0)02.07.2026
Fußball News: Kap-Verde-Trikot für Messi: Auch der Staatschef ist stolz02.07.2026
Wimbledon: Carreno Busta/Jaume wird dominiert von Andreozzi/Guinard02.07.2026
Wimbledon: Leolia Jeanjean dominiert das Spiel gegen Daria Snigur02.07.2026
Wimbledon: Oksana Selekhmeteva überwältigt Emma Navarro02.07.2026
Wimbledon: Marta Kostyuk überwältigt Anna Blinkova02.07.2026
Wimbledon: Madison Keys erringt einen klaren Sieg über Katie Swan02.07.2026























