
- Influencerin Sara Gilson ist tot
- TikTok-Liebling stirbt durch Kopfschuss mit nur 43 Jahren
- Die Polizei vermutet, dass ihr Ehemann Jeremiah D. (48) sie tötete und anschließend Suizid beging
- Nur zwölf Tage zuvor hatte Gilson schwere Missbrauchsvorwürfe gegen ihn öffentlich gemacht
Die US-amerikanische TikTok-Influencerin Sara Gilson (43) ist am 23. Juli in ihrem Zuhause in Oklahoma erschossen worden. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Ehemann Jeremiah D. (48) ihr in den Kopf schoss und sich anschließend selbst tötete. Beide wurden leblos in Gilsons Haus in Owasso aufgefunden.
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TikTok-Star Sara Gilson durch Kopfschuss getötet -Teenager-Sohn musste die tödlichen Schüsse miterleben
Gilsons Sohn im Teenageralter wurde Zeuge der Tat. Der Junge flüchtete zu den Nachbarn und setzte von dort den Notruf ab. Bei einem ersten Anruf kurz vor 23 Uhr waren laut "New York Post" nur der Schrei einer Frau und ein Schussgeräusch zu hören. Als die Polizei wenig später eintraf, kam für die Mutter von zwei Kindern jede Hilfe zu spät. Gilson hatte auf TikTok rund 80.000 Follower, denen sie regelmäßig Einblicke in ihren Alltag als Mutter gab.
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Influencerin enthüllte Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Ehemann – zwölf Tage später war sie tot
Zwölf Tage vor ihrem Tod hatte Gilson am 11. Juli ein Video auf TikTok veröffentlicht, das mittlerweile über 22 Millionen Aufrufe zählt. Darin bezeichnete sie ihren damals noch nicht geschiedenen Mann öffentlich als Pädophilen. Der Clip war einem populären Trend nachempfunden, bei dem Nutzer Enthüllungen im Stil einer Netflix-Dokumentation präsentieren.
Hintergrund der Anschuldigung: Ein 15-jähriges Mädchen aus einem Basketballteam, das ihr Mann als Trainer betreute, hatte ihm mehrfachen sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese öffentliche Bloßstellung das Motiv für die Tat war.Jeremiah D. soll seine Frau aus Rache getötet haben, weil sie die Vorwürfe nicht länger für sich behalten wollte.
Schutzanordnung konnte Sara Gilson nicht mehr retten
Gilson hatte bereits 2021 zweimal versucht, gerichtliche Schutzanordnungen gegen D. zu erwirken. Beide wurden jedoch fallen gelassen, weil sie nicht zu den Gerichtsterminen erschien. Anfang Juli 2026 stellte sie erneut einen Antrag – diesmal mit Erfolg. Ein Richter verwies D. aus der gemeinsamen Wohnung und ordnete an, dass er sich mindestens 100 Yards von ihr und ihrem Haus fernhalten müsse. In ihrem Antrag hatte Gilson angegeben, dass ihr Ehemann mit Suizid gedroht habe und eine Schusswaffe besitze.
Ex-Mann schildert jahrelange Gewalt
Gilsons Ex-Mann und Vater ihrer beiden Kinder, Lyle Landers, schilderte gegenüber "People"eine langjährige Leidensgeschichte. "Ich hatte sie fünf Jahre lang angefleht, sich von ihm zu trennen", sagte er. "Er schien eine Art Kontrolle über sie zu haben, und sie schien nicht entkommen zu können." Gilson habe in einer Beziehung festgesteckt, in der häusliche Gewalt normalisiert worden sei.
Polizei konnte Gilson-Ehemann trotz Großfahndung nicht aufspüren
Parallel hatte auch die Mutter des betroffenen 15-jährigen Mädchens eine Schutzanordnung gegen Jeremiah D. beantragt. Sie gab an, ein anderer Trainer habe den 48-Jährigen dabei erwischt, wie er ihre Tochter küsste und berührte. Zudem habe er der Jugendlichen unangemessene Nachrichten geschickt, sie in sein Hotelzimmer eingeladen und ihr Geld gezahlt, damit sie schweige. Laut Polizei erstreckte sich sein Verhalten über einen längeren Zeitraum und mehrere Bundesstaaten.
Die Mutter erstattete Anzeige, doch als Beamte Jeremiah D. an der betreffenden Schule festnehmen wollten, war er bereits verschwunden. Über 24 Stunden versuchten Ermittler mehrerer Behörden, ihn per Handyortung aufzuspüren – ohne Erfolg. Da sich die mutmaßlichen Taten auf Cherokee-Stammesgebiet ereigneten und D. dem Stamm der Osage angehörte, wurde der Fall an die US-Bundesanwaltschaft in Tulsa übergeben.
Hilfe bei psychischen Erkrankungen
Depressionen und Suizidgedanken können jeden Menschen treffen. Wer selbst betroffen ist oder jemanden kennt, der Hilfe benötigt, sollte nicht zögern, Unterstützung zu suchen. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter den kostenlosen Nummern 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222. Die Deutsche Depressionshilfe bietet ebenfalls Beratung unter 0800-33 44 533 an. In akuten Krisensituationen hilft der Notruf 112. Auch der Hausarzt kann ein erster Ansprechpartner sein und dabei unterstützen, geeignete Psychiater oder Psychotherapieplätze zu finden. Weitere Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention.
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