
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der gespendeten Organe gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) aus Anlass des Tags der Organspende am 6. Juni herausgegeben hat.
Demnach sind von Januar bis Ende Mai dieses Jahres 47 Organe von Spendern in Mecklenburg-Vorpommern entnommen und später im In- oder Ausland transplantiert worden. 2025 waren es im gleichen Zeitraum 30 Organe, 2024 von Januar bis Ende Mai 21.
Insgesamt gab es im Nordosten aber nur 12 Organspender (2025: 13, 2024: 8). Eine Person kann auch mehrere Organe spenden.
Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern transplantierten Organe, die bundesweit oder im Ausland gespendet worden waren, ist von Januar bis Ende Mai dagegen nur leicht auf 145 gestiegen (2025: 144, 2024: 139).
Vor allem Nierenspenden werden benötigt
Ende Mai dieses Jahres standen in Mecklenburg-Vorpommern 209 Patienten auf der Warteliste für eine Organspende, insgesamt 222 Organe wurden benötigt, die meisten davon sind Nieren (150).
Rechnerisch kommen in Mecklenburg-Vorpommern 18,5 Spender auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Hamburg liegt in dieser Statistik an der Spitze mit 35 Spendern pro einer Million Einwohnerinnen und Einwohner, in Schleswig-Holstein sind es 17,2. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 13,1.
Bundesweit ist die Zahl der Organspender von Januar bis Ende Mai um 6,1 Prozent auf 452 gestiegen, 2024 waren es zu diesem Zeitpunkt 426, 2024 waren es 382. Die Anzahl der gespendeten Organe liegt bei 1405, ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2025 (1253). 2024 waren es Ende Mai 1140. Auch die Zahl der transplantierten Organe stieg bundesweit um 8,3 Prozent auf 1464, vor einem Jahr waren es 1352, vor zwei Jahren 1231 Organe.
Drese wirbt für Widerspruchslösung
Anlässlich des Tags der Organspende hat Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) dazu aufgerufen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und die eigene Entscheidung klar zu dokumentieren. Zugleich erneuerte sie ihre Unterstützung für die Einführung einer Widerspruchslösung in Deutschland. "Organspende kann Leben retten und schwer kranken Menschen eine neue Perspektive schenken. Deshalb müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, die Zahl der Organspenden zu erhöhen", erklärte Drese.
Die Widerspruchslösung sieht vor, dass grundsätzlich jede volljährige Person als Organspenderin oder Organspender gilt, sofern sie zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat. Die Erfahrungen vieler europäischer Nachbarländer zeigten, dass diese Lösung zu einer höheren Verfügbarkeit von Spenderorganen beitragen kann, erklärt Ministerin Drese.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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