
- Bis zu 35 Grad an Pfingsten: Hitzewelle steuert auf Höhepunkt zu
- DWD warnt vor extremer UV-Strahlung – diese Regionen sind betroffen
- Traumwetter über Deutschland: Doch die Schafskälte lauert bereits
- Keine Hitzewarnung trotz Rekordwerten – das steckt dahinter
Deutschland erlebt an diesen Tagen hochsommerliche Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für den Süden und Südwesten Spitzenwerte von bis zu 34 Grad. Besonders warm wird es entlang des Rheins sowie in Regionen um Karlsruhe, Stuttgart und Würzburg. Aber: Wie lange bleibt das gute Wetter? Die Hintergründe.
Sommer-Knall an Pfingsten - Hochdruckgebiet beschert Deutschland Traumtemperaturen
Verantwortlich für die Hitzewelle ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich von Spanien bis nach Mitteleuropa ausdehnt. Dieser Hochdruckkeil hält die sommerliche Wärme über Deutschland fest und beschert dem Land viel Sonnenschein bei nur wenigen Wolken.
Bereits am Samstag wurde die 30-Grad-Marke erstmals in diesem Jahr überschritten. Laut DWD erreichten Waghäusel-Kirrlach bei Karlsruhe und Heidelberg jeweils 31,5 Grad. Auch Regensburg verzeichnete mit 31,4 Grad ähnlich hohe Werte. Insgesamt werden am Pfingstsonntag 14 bis 15 Sonnenstunden erwartet.
Dienstag könnte 35-Grad-Marke knacken
Die hochsommerlichen Bedingungen setzen sich auch am Pfingstmontag fort. Bei überwiegend blauem Himmel klettern die Temperaturen erneut auf 25 bis 34 Grad, wobei der Südwesten die höchsten Werte verzeichnet. An der Küste und im Nordosten bleibt es mit 19 bis 25 Grad deutlich angenehmer.
Am Dienstag erreicht die Hitzewelle ihren vorläufigen Höhepunkt. Im Südwesten sind nach Angaben des DWD sogar bis zu 35 Grad möglich. Der Norden zeigt sich mit 20 bis 28 Grad moderater, von Schleswig-Holstein bis Brandenburg ziehen zeitweise Wolkenfelder durch.
Vereinzelt können im Norden Schauer auftreten. Über dem Schwarzwald und an den Alpen bilden sich im Tagesverlauf Quellwolken, die ein geringes Risiko für Schauer und Gewitter mit sich bringen.
UV-Strahlung erreicht gefährliche Werte
Die intensive Sonneneinstrahlung birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Ende Mai besitzt die Sonne laut DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel etwa die gleiche Strahlkraft wie Ende Juli. Am Montag und Dienstag wird südlich von Eifel, Westerwald, Rhön und Erzgebirge ein UV-Index von 8 erwartet – das entspricht einer sehr hohen gesundheitlichen Gefährdung.
Im Allgäu und auf den Alpenhöhen kann der Index sogar auf 9 steigen. Lediglich im Norden, wo Wolken die Sonne zeitweise abschwächen, bleibt die Belastung mit Werten von 4 bis 5 im mittleren Bereich.
Wetterexperten raten dringend zu Schutzmaßnahmen: ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, Sonnencreme auftragen, eine Kopfbedeckung tragen und schattige Plätze aufsuchen.
Noch keine offizielle Hitzewarnung
Trotz der hohen Temperaturen gibt der DWD vorerst keine Hitzewarnung heraus. "Für eine Hitzewarnung reicht dies aber noch nicht", erklärt Meteorologe Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale. "Besonders die Nächte kommen noch kühl daher und sorgen für ausreichend Entspannung." Zudem seien die Gebäude bislang nicht entsprechend aufgeheizt.
Dennoch mahnt der Experte zur Vorsicht: Vor allem in der Mittagshitze sollten kranke und empfindliche Personen besondere Achtsamkeit walten lassen.
Die aktuelle Wärmeperiode könnte jedoch nicht von Dauer sein. Meteorologen blicken bereits auf die sogenannte Schafskälte – ein typischer Kälteeinbruch zwischen dem 4. und 20. Juni. Dieses Wetterphänomen könnte die sommerlichen Temperaturen vorerst wieder beenden.
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