
Wegen Warnstreiks kommt es bei verschiedenen öffentlich-rechtlichen Sendern zu Einschränkungen im Programm. Seit Mittwoch laufen beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) und beim Südwestrundfunk (SWR) Arbeitsniederlegungen, seit heute auch beim Bayerischen Rundfunk (BR) und Norddeutschen Rundfunk (NDR).
"Die Arbeitskämpfe sind die richtige Antwort darauf, dass es die Senderleitungen offenbar vorziehen, die Leistungen ihrer Rundfunkbeschäftigten komplett zu missachten", sagte Christoph Schmitz-Dethlefsen von der Gewerkschaft Verdi, die zusammen mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) zum Warnstreik aufgerufen hatten. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent Honorar- und Gehaltserhöhungen, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
"Tagesschau" und mehrere lokale Sendungen betroffen
Die Auswirkungen der Warnstreiks sind spürbar: Im NDR liefen heute die Nachrichten im ARD-Morgenmagazin ohne Sprecher im Bild – vergleichbar mit einer Ausgabe der Tagesschau in 100 Sekunden, wie die Rundfunkanstalt auf Anfrage mitteilte. Beim WDR fielen nach Angaben einer Sprecherin mehrere Sendungen aus, darunter die Hörfunkausgaben von "Quarks" und der "Lokalzeit" sowie im Fernsehen mehrere lokale Nachrichten- und Servicemagazine.
Im BR sendeten nach eigenen Angaben fast alle Hörfunkwellen am Morgen zwar ein eigenes Programm, teils aber ohne Moderation. Im SWR wurden bereits am Mittwoch etwa die TV-Sendung "Landesschau Rheinland-Pfalz" und zwei Fernseh-Nachrichtensendungen am Nachmittag gestrichen.
NDR: "Nicht finanzierbar und umsetzbar"
Die Angebote der Rundfunkanstalten sind unterschiedlich: SWR und NDR boten etwa jeweils zwei Prozent pro Jahr höhere Tarife und Honorare bei einer längeren Vertragslaufzeit an, der BR eine gestaffelte Erhöhung um 4,23 Prozent bis Dezember 2028. WDR-Verwaltungsdirektorin Stefanie Drinhausen sagte, trotz einer "angespannten finanziellen Lage" habe man "ein faires und tragfähiges Angebot für alle unsere Mitarbeitenden gemacht". Für den NDR seien die Forderungen der Gewerkschaften "nicht finanzierbar und umsetzbar", sagte Verwaltungsdirektorin Ulrike Deike.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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