
- Brigitte Bardot im Alter von 91 Jahren verstorben
- Stiftung bestätigt Todesmeldung
- Schauspiellegende zuvor schwer erkrankt
- Brigitte Bardot - von der Leimwandikone zur Tierschützerin
Die französische Filmlegende Brigitte Bardot ist tot. Die Schauspielerin und spätere Tierschutz-Aktivistin verstarb im Alter von 91 Jahren in Saint-Tropez, wo sie seit Jahrzehnten lebte.
Die Brigitte-Bardot-Stiftung verkündete den Tod ihrer Gründerin am Sonntagmorgen. "Mit großer Trauer gibt die Brigitte-Bardot-Stiftung den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Frau Brigitte Bardot, bekannt", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Weder der genaue Todeszeitpunkt noch die Todesursache wurden bislang genannt.
Die unter dem Kürzel "B.B." weltbekannt gewordene Französin galt in den 1950er-Jahren als eines der größten Sexsymbole der Filmgeschichte.
Monatelanger Kampf mit schwerer Krankheit
In den vergangenen Monaten hatte Bardot wiederholt mit erheblichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Bereits im Oktober musste sie sich in einer Klinik im südfranzösischen Toulon einer Operation unterziehen, die im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stand. Ende November folgte ein weiterer Krankenhausaufenthalt in derselben Einrichtung, der sich über mehr als zehn Tage erstreckte.
Kurz vor ihrem 90. Geburtstag im September 2024 hatte die Schauspielerin gegenüber "La Parisienne" offen über ihren Zustand gesprochen: "Ich kann kaum noch laufen, ich bin auf Krücken angewiesen, und tanzen fällt mir sehr schwer." Aufgrund dieser Einschränkungen führte Bardot in den letzten Jahrzehnten ein sehr zurückgezogenes Leben.
Brigitte Bardot - vom Schmollmund zum internationalen Sexsymbol
Ihren Durchbruch feierte Bardot 1956 mit dem Film "Und immer lockt das Weib", in dem sie eine sexuell selbstbestimmte Frau verkörperte. Diese Rolle machte die blonde Französin mit dem charakteristischen Schmollmund schlagartig zum weltweiten Sexsymbol. Im Laufe ihrer Karriere wirkte sie in mehr als 50 Filmen mit und zählte zu den meistfotografierten Frauen ihrer Zeit.
Auch privat sorgte "B.B." für Schlagzeilen: Insgesamt ging sie viermal den Bund der Ehe ein. Zu ihren Ehemännern zählte zwischen 1966 und 1969 auch die deutsche Jetset-Ikone Gunter Sachs.
Von der Leinwand zum Lebenswerk für Tiere
Im Jahr 1973 kehrte Bardot der Filmbranche endgültig den Rücken. Fortan widmete sie ihre gesamte Energie dem Schutz bedrohter Tierarten. Sie rief ihre eigene Stiftung ins Leben und veräußerte Teile ihres Vermögens, um diese Arbeit zu finanzieren. Zudem gründete sie mehrere Tierheime, berichtet unter anderem die "Bild"-Zeitung.
In einem Interview aus dem Jahr 2019 erklärte die einstige Leinwand-Ikone: "Es ist schmeichelhaft, wenn ich als Schönheitsideal bezeichnet werde, aber in Erinnerung bleiben möchte ich als 'die Fee der Tiere'."
Brigitte Bardottot - sie hinterlässt Ehemann und einen Sohn
Bis zu ihrem Tod stand ihr vierter Ehemann Bernard d'Ormale an ihrer Seite. Der 84-jährige französische Geschäftsmann war seit 1992 mit der Schauspielerin verheiratet.
Bardot hinterlässt außerdem ihren 65-jährigen Sohn Nicolas-Jacques Charrier. Er entstammt ihrer Ehe mit dem französischen Schauspieler Jacques Charrier, der heute 88 Jahre alt ist. Die Filmikone gestand einst, keine mütterlichen Gefühle zu empfinden. Ihr Sohn wuchs deshalb bei seinem Vater sowie seinen Großeltern auf und lebt mittlerweile in Norwegen.
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