
An dem dreitägigen Einsatz nach dem Hauseinsturz in Görlitz waren Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Polizei und Rettungsdiensten beteiligt. Ab Montagabend bis Donnerstagabend waren dauerhaft mehr als 130 Kräfte vor Ort, wie Anja Weigel, Leiterin der Feuerwehr Görlitz sagte. "Wenn wir die Namen jetzt zusammenzählen, dann vermuten wir zwischen 500 und 1.000 Menschen, die an dieser Einsatzstelle tätig waren."
Für die Feuerwehr war der Rettungseinsatz wegen des zunächst weiter austretenden Gases und der Einsturzgefahr der stehengebliebenen Seitenwände des eingestürzten Hauses eine besondere Herausforderung. "So was lernt man nicht in der Schule, so was kann man nicht üben", sagte Einsatzleiter Sebastian Schramm.
Anhand eines Algorithmus werde die Einsatzstelle in solchen Fällen klar in Aufgabengebiete mit eigenem Abschnittsleiter aufgeteilt. Die Koordination übernimmt die Einsatzleitung, bei der alle Entscheidungen, beispielsweise zur Alarmierung weiterer Kräfte, zusammenlaufen.
Unterstützung aus Polen
Neben Teams aus Sachsen kam Unterstützung auch aus der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec. Die dortige Berufsfeuerwehr schickte neben Kräften, die sich am Einsatz beteiligten, auch Container mit Toiletten und Duschen, wie Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) sagte. "Das hat uns extrem geholfen und da sind wir auch sehr dankbar dafür."
Mitten in Görlitz war am Montagabend ein Mehrfamilienhaus in einer langen gepflegten Häuserzeile, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, komplett eingestürzt. Drei Vermisste - zwei Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann - konnten nur noch tot geborgen werden. Der Rettungseinsatz dauerte etwa 72 Stunden, teils arbeiteten sich die Einsatzkräfte mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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