
Auch die deutsche Tennisspielerin Eva Lys möchte in Wimbledon so kurz wie möglich mit den Medien sprechen. Der Protest einiger Profis im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Turnieren geht beim Rasenklassiker in London weiter - und auch die Hamburgerin beteiligt sich an der Maßnahme, die Zeit für Journalisten und Journalistinnen zu begrenzen.
"Als Spielerin oder als Spieler gehört zu werden von den großen Turnieren, ist ganz, ganz wichtig. Die meisten Spieler, die ich kenne, unterstützen das und machen da auch mit", sagte Lys, die am Dienstag in Wimbledon in der ersten Runde gegen die Russin Diana Schnaider antritt.
Sinner und Sabalenka unterstützen Protest
"Das hat letztes Jahr angefangen, und es gibt langsam Besserungen, aber das sind halt einmalige Erhöhungen des Preisgeldes, und wir wollen natürlich weiterhin auch einfach für unser Recht einstehen", fuhr die 24-Jährige fort. Sechs Minuten sprach Lys auf Deutsch, als um die letzte Frage gebeten wurde.
Prominente Namen der Protestmaßnahme sind die beiden Weltranglisten-Ersten Aryna Sabalenka aus Belarus und Jannik Sinner aus Italien. Spielerinnen und Spieler sehen ihre Forderungen nach einem höheren Anteil an den Einnahmen trotz des Preisgeld-Anstiegs von 20 Prozent in Wimbledon nicht erfüllt.
Die Begründung ist, dass vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe mit einem höheren Anteil enorm geholfen wären. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten. Nur wenige können sich das problemlos leisten.
So reagieren die Veranstalter
Der All England Club äußerte sich über den Medienprotest "überrascht und enttäuscht". "In Wimbledon stehen die Spieler im Mittelpunkt all unserer Entscheidungen, und wir investieren jedes Jahr erheblich in sie", teilte ein Sprecher in einer Stellungnahme der Ausrichter mit.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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